| |
Leserbrief
IV-Zusatzfinanzierung
Seit
14 Jahren sind die Beiträge an die Invalidenversicherung (IV)
unverändert. Das ist mit ein Grund, dass die IV mit rund 13 Milliarden
Franken verschuldet ist. Um diese Schulden nicht weiter ansteigen
zu lassen, soll der Normalsatz der Mehrwertsteuer während sieben
Jahren um 0,4 Prozente angehoben werden. Gleichzeitig wird ein
IV-Ausgleichfonds eingerichtet und so die AHV entlastet. Würde
die IV-Zusatzfinanzierung abgelehnt, wäre ein sorgfältig ausgearbeiteter
und politisch breit abgestützter Vorschlag vom Tisch, die Arbeit
des Parlaments begänne wieder bei Null. Denn mit Einsparungen
oder Missbrauchsbekämpfung alleine lassen sich die Schulden der
IV nicht sanieren. Während der langwierigen Suche nach einer Lösung
würden die Schulden weiter wachsen, das Budget mit Schuldzinsen
belastet und der AHV-Ausgleichsfonds ausgehöhlt. Letztlich wäre
die Auszahlung von AHV- und IV-Renten in Frage gestellt.
Leider
präsentieren die Gegner keine Alternative und bringen auf ihren
Plakaten irreführende Informationen. Die IV-Zusatzfinanzierung
ist nebst der Missbrauchsbekämpfung der einzige gangbare Weg,
um unsere Sozialwerke langfristig zu sichern.
Nadia
Schulze-Moro
Einwohnerrätin & Präsidentin CVP Emmen
|
|