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Leserbrief
zur Überführung der Betagtenzentren in die BZE AG
Mangelnde
Weitsicht aus früheren Jahren zwingen uns heute, die entstandenen
Versäumnisse nachzuholen und dabei auch eher unkonventionelle
Wege zu gehen. Dass die Sanierung des BZ Herdschwand dringend
notwendig ist und enorm viel Geld kostet, sind Fakten, die unbestritten
sind. Dass die Gemeinde Emmen nicht in der Lage ist, diese Finanzen
aufzubringen, ist ebenfalls eine Tatsache. Selbstverständlich
ist die Frage der Finanzierung eines solchen Projekts, auch nach
der Umwandlung in eine AG, berechtigt. Allerdings wurden die finanztechnischen
Abwicklungen und Auswirkungen von Experten genügend abgeklärt
und untersucht. Bei der Abstimmung betreffend BZE AG geht es zudem
um weit mehr als nur um Geld und mangelnde Finanzen. Es geht vor
allem darum, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, einerseits
für die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner, anderseits für die
Pflegenden. Es geht darum, unseren Betagten und Hilfebedürftigen
einen würdigen, angenehmen Lebensabend bieten zu können. Und dies
möglichst schnell, ohne noch viel Zeit zu verlieren. Eine Ablehnung
würde die Sanierung auf unbestimmte Zeit verzögern, ja sogar gefährden.
Mit einem JA zur BZE AG können Entscheidungen jedoch selbständiger
und flexibler vorgenommen werden, ohne wertvolle Zeit zu verlieren.
Eine Sanierung kann somit bereits im nächsten Jahr in Angriff
genommen werden. Genau dies sollte angestrebt werden. Auch ich
von der jüngeren Generation weiss nicht, wohin mich das Schicksal
führt. Es kann gut sein, dass ich eines Tages meinen Lebensabend
ebenfalls in einem Betagtenzentrum verbringen werde; wie Sie vielleicht
auch. Deshalb, geschätzte Leserinnen und Leser, empfehle ich Ihnen
ein JA zur BZE AG - aus Respekt vor dem Alter, für einen würdigen
Lebensabend zu Gunsten unserer Heimbewohnerinnen und Heimbewohner.
Christoph
Odermatt
Einwohnerrat CVP
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